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Quadriga besucht wieder Hamm

Pünktlich zum zweihundertsten Jahrestag besucht die Quadriga wieder den Hammer Marktplatz. Das Original bleibt selbstverständlich auf dem Brandenburger Tor in Berlin, aber eine Kopie in Originalgröße tritt den Weg in die Lippestadt an.

 

Bernd Honermeyer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hamm öffnet die Hauptstelle für die Siegesgöttin Viktoria auf ihrem zweirädrigen Streitwagen. „Die Verträge sind noch nicht unter Dach und Fach, wir befinden uns aber in guten Gesprächen und freuen uns auf diesen prominenten Besuch. Sobald die letzten Details geklärt sind, werden wir ein attraktives Programm zusammen mit dem Stadtmarketing und dem Hammer Stadtarchiv, die die Kontakte vermittelten, auf die Beine stellen. Die Größe der Quadriga stellt selbst für die großzügig geschnittene Schalterhalle der Sparkasse eine Herausforderung dar.“

 

Im Jahr 1806 wurde die Quadriga nach der für Preußen verlorenen Schlacht bei Jena und Auerstedt auf Weisung des französischen Kaisers Napoleon nach Paris gebracht. Dort sollte die Plastik zusammen mit anderer Beutekunst ausgestellt werden. Nach dem alliierten Sieg über Napoleon wurde die Quadriga 1814 von den Truppen des preußischen Generalfeldmarschalls Gebhard Leberecht von Blücher in Paris gefunden und nach Berlin zurückgebracht. Auf diesem Weg kam die Quadriga am 15. Mai 1814 auch durch Hamm und wurde auf dem Marktplatz euphorisch gefeiert.

 

Der spätere Hammer Ehrenbürger Franz Borberg (1796-1885) hat ein Tagebuch geschrieben, das am 1. Januar 1814 beginnt und am 18. Juli 1814 endet. Dieses befindet sich zur Zeit als Exponat in der Ausstellung ‚Wider Napoleon!‘ im Museum der Stadt Lüdenscheid und wird wahrscheinlich ebenfalls im Mai in Hamm zu sehen sein.

 

Franz Borberg beschreibt in diesem Tagebuch u.a. wie am 15. Mai 1814 der „Triumpfwagen“ von Paris auf dem Weg nach Berlin in Hamm ankam. Ich zitiere: „D[en] 15ten – Dieser Tag war für uns ein Tag der größten innigsten Freude. Der Triumpfwagen welchen Napoleon 1806 hatte laßen vom Brandenburger Thor aus Berlin nach Paris bringen laßen kam heute auf 5 große Wagen hier an. Die zwei Bataillon Landsturm nebst Esquadron Landsturm Cavalleri war ihm auf eine Stunde weges entgegen gegangen. Endlich gegen 6 Uhr erblickte man ihn und er wurde in Triumpf unter dem lauten Vivatrufe der frölichen Menge zur Stadt hineingebracht. Auf dem Markt hielt der Prediger Wülfing eine Dankrede alle Straßen waren mit Blumen bestreut.“ Am 16. Mai 1814 „Morgens gegen 1 Uhr fuhr er wieder fort die Bürger zogen die Wägen bis an den Exerzierplatz [im Hammer Osten] der Landsturm begleitete sie bis Dinker.“

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Wolfgang Teipel, Lüdenscheid