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Seilchenspringen in der Fußgängerzone

Horst Johannpeter ist seit 50 Jahren Sportabzeichen-Prüfer und darf natürlich auch am 19. Juni bei der Sportabzeichen-Tour 2015 in Hamm nicht fehlen. Hier in Hamm sind Horst Johannpeter und seine Brüder so bekannt wie die Klitschkos. Der heute 81-Jährige ist in Hamm geboren und aufgewachsen und lebt heute immer noch hier. In den 50er Jahren haben er und seine neun Brüder Stadtgeschichte geschrieben. Sie haben nämlich alle gleichzeitig geboxt. Keiner der zehn Johannpeter-Brüder ist jemals K.O. gegangen und ein Kampf gegeneinander war für alle von ihnen tabu.

 

Horst Johannpeter selbst hat während seiner aktiven Zeit als Boxer zwei Mal den deutschen Meistertitel gewonnen, war drei Mal deutscher Vizemeister und zehn Mal westdeutscher Meister. Von 1954 bis 1960 hat er als Kapitän das deutsche Nationalteam Boxen angeführt. Dann hängte er die Boxhandschule an den Nagel, obwohl er für die Olympischen Spiele nominiert war. Er hatte einen Studienplatz bekommen und die berufliche Zukunft war damals wichtiger als die Olympia-Teilnahme. Aber dem Sport ist er sein Leben lang treu geblieben. „Heute gehe ich drei Mal die Woche ins Fitnessstudio und nehme einmal pro Woche die Prüfungen für das Deutsche Sportabzeichen ab“, sagt Horst Johannpeter. „Ich muss mich nicht überwinden, ich will Sport machen, fit bleiben und meine Muskeln erhalten.“

 

Paradedisziplin Seilspringen

 

Bei der Sportabzeichen-Tour, die am 19. Juni rund um die Pauluskirche mitten in der Innenstadt von Hamm für das Deutsche Sportabzeichen geworbeh hat, nimmt Horst Johannpeter die Prüfungen im Seilspringen ab. Und nicht wenige staunen, wie schnell er selbst die Durchschläge macht, dabei das Seil über Kreuz schwingt und flink wie ein Wiesel darüber springt. Kein Wunder, dass der sportliche 81-Jährige locker noch die Prüfnormen schafft, die das Sportabzeichen für 50-jährige Männer vorsieht.

 

Wenn keine Prüfungen laufen, verwickelt Horst Johannpeter die Passanten in ein Gespräch, fordert sie auf, das Seilspringen doch einfach mal auszuprobieren und lädt sie ein, beim Sportabzeichen-Treff vorbeizuschauen und regelmäßig für die Sportabzeichen-Prüfung zu trainieren. „Ich bin mittlerweile seit 50 Jahren Sportabzeichen-Prüfer und mache das immer noch gern, weil mir die soziale Komponente dabei wichtig ist“, betont Horst Johannpeter und erzählt von einer Frau, die vor einiger Zeit trotz Krebs und Chemotherapie das Sportabzeichen ablegte und heute mit 75 Jahren immer noch regelmäßig zur Sportabzeichen-Abnahme kommt. Er freut sich jedes Mal, wenn er sie wiedersieht.

 

Interesse für das Deutsche Sportabzeichen wecken

 

Trotz der Schafskälte ließen sich die Hammer den ganzen Tag von 8 bis 17 Uhr nicht davon abhalten, mitten in der Stadt ihre Prüfungen für das Deutsche Sportabzeichen zu machen. Pünktlich zur offiziellen Eröffnung um 10 Uhr durch Bürgermeisterin Ulrike Wäsche und DOSB-Vizepräsident Breitensport/Sportentwicklung Walter Schneeloch, SSB-Vorsitzender Fritz Corzilius und Bernd Honermeyer, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Hamm, kam dann sogar die Sonne durch. Beide wiesen darauf hin, dass das Sportabzeichen in Hamm eine lange und erfolgreiche Tradition hat. In Nordrhein-Westfalen und sogar bundesweit gehört die Stadt in Sachen abgelegte Sportabzeichen regelmäßig zu den Spitzenreitern. Walter Schneeloch bedankte sich beim gesamten Organisationsteam unter Federführung von Angelika Schulze und Sabine Matzka vom StadtSportBund Hamm mit allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

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 Neben Lokalmatador Horst Johannpeter unterstützten auch der frühere Weltklasse-Stabhochspringer Danny Ecker für die Sparkassen-Finanzgruppe und Stunt- und Actionmodel Miriam Höller die Sportabzeichen-Tour in Hamm. Als Sportbotschafter der Nationalen Förderer des Deutschen Sportabzeichens gaben sie gerne Tipps für die einzelnen Disziplinen, die natürlich an den besonderen Ort der Veranstaltung angepasst waren. Neben Seilspringen wurde statt klassischem Weitsprung Standweitsprung angeboten und für den 800-Meter-Lauf gab es einen Kurs, der vier Mal die 200 Meter rund um die Pauluskirche führte.

 

Am Nachmittag standen dann noch zwei spannende Wettbewerbe auf dem Programm: Zwischen 15 und 16 Uhr konkurrierten Teams der Stadt Hamm, der Sparkasse Hamm und der Stadtwerke um den Preis für die beste Mannschaft. Im Anschluss forderte die Sparkasse den StadtSportBund Hamm heraus. Sie wettete, dass es nicht gelingt, 175 Vereinsmitglieder in Trikots ihrer jeweiligen Clubs auf dem Marktplatz zu versammeln, die zusammen 40 Hampelmann-Sprünge machen. Hintergrund sind das 175-jährige Jubiläum der Sparkasse sowie „40 Jahre Großstadt Hamm“ und der 40. Geburtstag des StadtSportBundes. Diese Zahl wurde zwar nicht ganz erreicht. Die Sparkasse Hamm erklärte sich aber – auch wegen der überzeugenden Hampelmann-Darbietungen – selbst zum Verlierer und spendiert dem SSB 175 Tickets für Heimspiele des ASV Hamm-Westfalen.

Fotos: Meike Engels/Wirkhaus