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Kunst-Dünger-Auftakt mit dem N. N. Theater am 12. Juli im Kurhausgarten

Sommerzeit ist Kunst-Dünger-Zeit! Auch in diesem Jahr lädt das Sommerprogramm der etwas anderen Art wieder zum Staunen und Lachen, netten Begegnungen und auch nachdenklichen Momenten ein. Immer mittwochs verwandeln sich der Kurhausgarten oder der Marktplatz an der Pauluskirche bei insgesamt fünf Terminen in fremde Welten, werden zum Bahnsteig, einer Insel oder einem Hotel.
Die Sparkasse Hamm und ihre Stiftung für Kunst- und Kulturpflege ist seit vielen Jahren ein zuverlässiger Partner des Kunst-Düngers, der für die finanzielle Absicherung sorgt und damit dafür, dass auch in diesem Jahr das komplette Programm wieder kostenfrei ist.

Los geht es am 12. Juli um 20 Uhr im Musikpavillon im Kurhausgarten mit alten Bekannten: das Kölner N. N. Theater nähert sich im Lutherjahr dem großen Reformator auf seine ganz eigene Weise.
Die laut tönenden Stimmen religiöser Fanatiker, die immer größer werdende Kluft zwischen „denen da oben“ und „denen da unten“, dazu noch die neuen Medien, die alles rasant verbreiten: Schlagworte des Jahres 2017? Mitnichten, denn wir schreiben das Jahr 1517. Die Luft brodelt, gewaltige Veränderungen zeigen sich am Horizont. Und mittendrin der junge Luther, kraftvoll, stürmisch, ein Meister des scharfen und geschliffenen Wortes. Angetrieben durch den Zorn über alles, was ach so heilig scheint, lehnt er sich auf. Nutzt die aufgeheizte Stimmung, facht sie an – doch er beherrscht sie nicht, gerät in den Sog und wird immer tiefer hineingezogen. Aus geschrieben Worten werden Taten, aus Tinte Blut. Und Luther am Ende überrannt von den Ereignissen. War er ein Instrument oder ist er instrumentalisiert worden?

„Ich fürchte nichts…“ Nichts als den Teufel, der ihn zeitlebens quälte. Und die entsetzlichen Verstopfungen. Das N.N. Theater nähert sich dem kulturgeschichtlichen Ereignis in gewohnter Manier. Mit viel Witz, Tragik, Poesie und Musik entsteht ein spannendes Mosaik der zeitlichen Ereignisse, ein Brückenschlag ins Heute inklusive. Nicht vergessen werden dabei die kleinen Dinge des Lebens, die doch so großen Einfluss auf den Weltenlauf haben: Was hat es mit den Heringen auf sich? Welche Rolle spielt der Gänsekiel? Was hat der Rabbi aus Leipzig mit der Luther-Bibel zu tun?  Und muss, wer nichts weiß, glauben?
Ein Theaterabend, bei dem vielstimmige Musik die Herzen öffnet, Poesie entdeckt wird und der Teufel im Detail steckt.

Seit 30 Jahren begeistert das Kölner Ensemble nun schon sein Publikum und ist auch aus dem Kunst-Dünger nicht mehr wegzudenken. In Hamm bekommt das Ensemble tatkräftige Unterstützung von einem rund 35-köpfigen Projektchor unter der Leitung von Brigitte Kockelke. Die Sängerinnen und Sänger rekrutieren sich aus den Chören Mur is doll, Hörsturz, MGV Harmonie Wiescherhöfen, A barrel of fun und Out of Tune. Mit großem Spaß an der Sache wurde wochenlang für den großen Einsatz geprobt, der neben dem Gesang auch Schauspieleinlagen beinhaltet: der Chor verkörpert das Volk.

Für alle, die nicht genug bekommen können: Das Stück ist – inklusive Projektchor Hamm, dann noch erweitert um den Konzertchor Unna – erneut am Donnerstag, 17. August, um 20 Uhr auf dem Platz der Kulturen in Unna zu sehen.

Fotos: Rene Achenbach