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Selbst ist die Frau: Warum Frauen in Nordrhein-Westfalen aktiv für den Ruhestand vorsorgen sollten

Selbst ist die Frau: Warum Frauen in Nordrhein-Westfalen aktiv für den Ruhestand vorsorgen sollten

Nur jede dritte Frau in Nordrhein-Westfalen beschäftigt sich gerne mit der eigenen Geldanlage. Das zeigt die jüngste Befragung des Deka-Anlegermonitors, einer repräsentativen YouGov-Studie im Auftrag der Deka. Es ist klar: Wer seine Vorsorge frühzeitig selbst in die Hand nimmt, kann im Alter von einem finanziellen Polster profitieren. Gleichzeitig zeigt sich jedoch: Frauen haben bei der Altersvorsorge einen großen Nachholbedarf.

Frauen erhalten monatlich 427 Euro weniger als Männer. Dabei ist die Differenz zwischen den Geschlechtern regional sehr unterschiedlich. In Nordrhein-Westfalen bekommen Männer im Schnitt 1242 Euro brutto, während Frauen 611 Euro brutto erhalten – eine Lücke von 631 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Berechnung der DekaBank, dem Wertpapierhaus der Sparkassen, die auf Daten der Deutschen Rentenversicherung von 2017 beruht „Aus der Lohnlücke im Arbeitsleben entwickelt sich im Alter eine Rentenkluft“, sagt Deka-Volkswirtin Dr. Gabriele Widmann.

Ost-West-Unterschied klar erkennbar

Die Renten-Spannbreite zwischen Männern und Frauen ist dabei im Osten deutlich niedriger als im Westen der Republik. Das erklärt sich aus den vergleichsweise höheren Rentenzahlungen der Frauen in den östlichen Bundesländern. Dort erhalten Frauen im Schnitt rund 30 Prozent mehr Rente als im Westen. Da die meisten Frauen in der ehemaligen DDR berufstätig waren, haben sie über die Jahre höhere Rentenansprüche angesammelt. „Durch die längere und oft ununterbrochene Berufstätigkeit konnten sie mehr in die Rentenkasse einzahlen“, erklärt Volkswirtin Widmann.

Private Vorsorge unerlässlich

Dennoch wird die gesetzliche Rente kaum ausreichen, um den Lebensstandard im Alter zu halten. Private Vorsorge ist deswegen unerlässlich. Und das gerade für Frauen. Allerdings sorgen nur 14 Prozent der Frauen in Nordrhein-Westfalen überhaupt mit Wertpapieren für das Alter vor, obwohl 60 Prozent mit ihrer Altersabsicherung unzufrieden sind. Zwar sollten Anlegerinnen beachten, dass eine Anlage in Investmentfonds Kursschwankungen unterliegt, die sich negativ auf den Wert der Anlage auswirken können, aber gerade Wertpapiere lohnen sich für Frauen, da sie besonders auf die Rendite achten müssen. Nicht nur, weil sie eine geringere Rente erhalten werden, sondern auch, weil sie durchschnittlich länger leben.